Elzbieta: Floris & Maja

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Elzbieta:Floris und Maja
Aus dem Französischen von Barbara Haupt
Bilderbuch ab vier Jahren
Moritz Verlag

Die Autorin Elzbieta, die in Polen geboren im von Deutschen besetzten Elsass aufgewachsen ist, lebte in England und jetzt in Paris. Sie ist Bildhauerin, Malerin, Illustratorin, Autorin, Dichterin und Weltbürgerin.

“Aufgrund meiner eigenen Erfahrung als Kriegskind soll der Stacheldraht zwischen Floris und Maja nicht nur als psychische und physische Trennung verstanden werden, sondern darüberhinaus jede Art von Willkür und Volksverhetzung symbolisieren.”, schreibt die Autorin als Vorwort zu diesem kleinformatigen Bilderbuch.

Jeden Tag spielen Floris und Maja zusammen untem am Bach. Mal auf Majas, mal auf Floris´ Seite. Wenn sie groß sind, wollen sie heiraten. Doch eines Abends erfährt Floris’ Vater aus der Zeitung, dass der Krieg kommt und er fort muss. Am nächsten Tag war der Krieg da, obwohl ihn keiner sah und der Vater zog ihm entgegen. Als Floris zu seiner Freundin Maja an den Fluss will, versperrt ihm ein Stacheldraht den Weg dorthin. Er diene als Schutz, meint seine Mutter. Auch sagt sie ihrem Sohn, dass sie nicht mehr von Maja sprechen, weil der Krieg es verboten habe. Floris versteht die Welt nicht mehr und meint, er will dem Krieg sagen, er soll den Stacheldraht wegnehmen und sie in Ruhe lassen. Doch der Krieg gehorcht niemandem, antwortet seine Mutter. Und der Krieg kommt tatsächlich. Er wütet, zerstört, macht schrecklichen Lärm und schlägt alles kaputt. Eines Tages ist er wieder weg und es herrscht eine große Stille. Der Vater kommt als Invalide zurück und verkündet, dass der Krieg zu Ende ist. Doch Floris sieht den Stacheldraht immer noch und schreit, dass er immer noch da sei, der Krieg. Nein, er schlafe nur und könne jederzeit wieder kommen. Darum heisst es still sein und ihn nicht aufwecken.
Es fällt Schnee und Floris denkt, dass er und Maja den Krieg geweckt hätten, als sie laut waren. Doch seine Mutter beruhigt ihn und sagt, dass Kinder ihn nicht aufwecken könnten. Floris geht zum Zaun und hört plötzlich eine Stimme seinen Namen rufen. Maja kommt zu ihm. Sie hat ein Loch im Zaun entdeckt.
In dieser ausführlichen Nacherzählung, hört sich die Geschichte vielleicht etwas gewollt an. Wenn wir die Bilder dazu betrachten (ja, es sind mal wieder Hasen), wird der Grundgedanke von Elzbieta deutlich und hinter dem Bilderbuch versteckt sich eine Botschaft, die auch die Kleinen, im Gespräch mit Erwachsenen, gut verstehen.

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